Deutsche Sektion Global March

Letztes Update: 08/05/05

WILLKOMMEN BEI DER DEUTSCHEN SEKTION DES GLOBAL MARCH GEGEN KINDERARBEIT

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Global Action Week 2004

Globale Aktionswoche für Bildung für Alle

- Von Bildung ausgeschlossen -

 

Von Bildung ausgeschlossen -
Globale Aktionswoche 2004

Zusammenfassung

Öffentlicher Druck durch Kinder

Während der Globalen Aktionswoche 2004 haben Kinder weltweit das Recht auf "Bildung für Alle" eingefordert. Sie hatten in verschiedenen Kampagnen und Aktionen die Möglichkeit, in nationalen und regionalen Parlamenten, Versammlungen und lokalen Räten ihren Forderungen nach besseren und effizienteren Schulen Gehör zu verschaffen. Ziel dieser weltweiten Aktionen war es, die Politiker so unter öffentlichen Druck zu setzen, dass sie ihre Augen nicht mehr von dem Problem abwenden können, dass über 110 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen können.

"Bildung für Alle"

Global March machte während der Globalen Aktionswoche besonders auf die Tatsache aufmerksam, dass Millionen von Kinderarbeitern von Schulunterricht ausgeschlossen sind. Global March Koordinatoren und Partner in über 100 Ländern nahmen mit Aktivitäten an der Aktionswoche teil. Im Mittelpunkt stand dabei immer das Ziel "Bildung für Alle" - speziell unentgeltliche, freie, qualitativ gute Grundschulbildung für alle - und die Überwindung von Kinderarbeit. Damit sollte deutlich werden, dass eine wichtige Ursache für Kinderarbeit fehlender Zugang zu Bildung ist. Würde eine allgemeine Schulpflicht mindestens für das Grundschulalter für alle Kinder konsequent umgesetzt, könnten Millionen von Kindern zwischen 5 und 14 Jahren vor Kinderarbeit geschützt werden. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass in vielen Staaten Grundschulbildung nicht unentgeltlich ist, so dass sich arme Familien Schulbildung einfach nicht leisten können. Somit ergibt sich ein Kreislauf - Kinder arbeiten, weil das Angebot an entsprechender Bildung fehlt, aber "Bildung für Alle" wird niemals erreichbar sein, solange Kinder arbeiten statt zur Schule zu gehen.

Forderungen von Global March

  • Regierungen und die internationale Gemeinschaft sollen ihre Versprechen und Pflichten gemäß der von ihnen unterzeichneten UN Kinderrechtskonventionen erfüllen, so dass Kinder nicht durch Arbeit oder Armut von ihrem Recht auf Bildung ausgeschlossen werden.
  • Alle Regierungen sollen die ILO-Konvention 182 gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit ratifizieren und umsetzen. Gleiches gilt für die ILO-Konvention 138 über das Mindestalter zur Aufnahme einer Beschäftigung. Die Konvention 138 sollte bestenfalls die Einführung einer allgemeinen Schulpflicht bis mindestens zum 14. Lebensjahr nach sich ziehen.

Ziele von Global March (GAW 2004)

  • Hervorheben der schicksalhaften Folgen für Kinder, die statt in die Schule zu gehen, arbeiten.
  • Kindern eine Plattform zu bieten, sich selbst für das Recht auf Bildung aktiv zu engagieren.
  • Organisationen, die sich gegen Kinderarbeit und für allgemeine Schulbildung engagieren, sollen gestärkt werden, in dem Netzwerke ihre Kommunikation und gemeinsame Lobbyarbeit für Bildung ausbauen.

Millionen von Kindern und Jugendlichen sind von Schulbildung ausgeschlossen

  • Mehr als 110 Millionen Kinder - die meisten von ihnen Mädchen - gehen nicht in die Grundschule. 44 Millionen von diesen Kindern leben in Afrika, 32 Millionen in Süd- und Westasien und 14 Millionen in Ostasien.
  • Ein Drittel aller Kinder - und jedes zweite in Afrika - haben nicht einmal 5 Schuljahre abgeschlossen. Obwohl ein Kind mindestens 5 Jahre zur Schule gehen muss, damit es ausreichende Fähigkeiten im Lesen und Schreiben erlernen kann.
  • Mehr als 140 Millionen junger Menschen zwischen 15 und 24 Jahren bleiben Analphabeten. 83 Millionen von ihnen leben in Süd- und Westasien, 30 Millionen in Afrika und 13 Millionen im Nahen Osten.

Gründe für fehlende Schulbildung

Kosten von Schulbildung: Die Kosten für Bildung sind für viele arme Familien unerschwinglich. In vielen Entwicklungsländern ist die Schulgebühr für Regierungs- oder private Schulen beinah genau so hoch wie ein Monatsgehalt. Als Schulgebühren in Kenia, Uganda, Tansania und Malawi abgeschafft wurden, verdoppelt oder verdreifachten sich die Einschulungsraten. (Was aber nichts über die ebenso wichtige Qualität der Bildung aussagt, denn diese verbesserte sich nicht.) 2004 waren es mindestens noch 101 Länder, in denen Kinder für die Grundschule Schulgebühren zahlen mussten. Aber auch in den Ländern, in denen Schulgebühren als solche abgeschafft sind, lasten auf den Eltern oft noch weitere erhebliche Kosten - z.B. für Schuluniformen, Transport, Essen oder Bücher und Heft.

Benachteiligung und Diskriminierung von Mädchen und Frauen: Die Mehrheit der Kinder, die nicht zur Schule gehen, sind Mädchen. Weshalb auch die Analphabetenquote unter Frauen am höchsten ist. In Afrika and Südasien besuchen 14 Millionen weniger Mädchen als Jungen die Grundschule.

Behinderung: In vielen Ländern wird nicht die erforderliche Hilfe bereitgestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen, um Kindern mit körperlicher oder geistiger Behinderung Schulbildung zu ermöglichen.

(Gewaltsame) Konflikte: Kriege und gewaltsame Auseinandersetzungen zerstören meist das Leben der Zivilbevölkerung und das Leben in Kommunen. Weder in Flüchtlingscamps noch in zerstörten Städten und Dörfern kann Kindern der Zugang zu Bildung gewährleistet werden. Dies verbaut ihnen entscheidende Zukunfts- und Arbeitschancen. Frieden ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für die Durchsetzung von Kinderrechten.

Schlechte Qualität des Schulunterrichts: In vielen Ländern fehlt es in den Klassenräumen meist an der einfachsten Ausstattung, um effizient unterrichten und gut lernen zu können. Unterrichtsmaterialien wie Lehrbücher, Schreibhefte oder Schulbänke sind wenn überhaupt nicht ausreichend oder eben gar nicht vorhanden. Häufig fehlt es auch einfach an gut ausgebildeten Lehrern, die einerseits über fachliches Wissen und andererseits über gute pädagogische Kompetenzen verfügen. Problematisch ist auch das Lehrer-Schüler-Verhältnis, so sind in einer Klasse häufig weit mehr als 40 Kinder. Unter diesen Umständen, ist es zwar möglich zu behaupten das Kinder die Schule besuchen, aber tatsächlich erhalten sie keine angemessene Schulbildung, die ihre Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten ausreichend vervollständigen würde.

Fehlen von sozialen, kulturellen und lokalen Bezügen im Lehrplan: Einige Regierungen entwerfen Pläne für den Bildungsbereich, die nicht flexible und starr angelegt sind. In stark ethnisch, religiös und sprachlich zerklüfteten Staaten ist ein Einheitsplan sehr problematisch, denn Lehrpläne, die nicht an sprachliche, kulturelle und religiöse Bedürfnisse und Bedingungen angepasst sind, können dazuführen, dass Eltern ihre Kinder aus Glaubens- oder Überzeugungsgründen nicht zur Schule schicken oder die Gemeinschaft als Ganzes die staatliche Schuleinrichtung ablehnt.

Kinderarbeit: Neben all diesen Gründen ist Kinderarbeit der offensichtlichste Hinderungsgrund, dass Kinder nicht zur Schule gehen. Eine große Zahl von Kindern geht nicht zur Schule, weil sie in irgendeine Form von Arbeit involviert ist. Kinderarbeit uns fehlende (Grund-)Schulbildung sind zwei Seiten einer Medaille, denn Kinderarbeit ist eine Barriere, um allgemeine Schulbildung durchzusetzen, aber fehlender Zugang und nicht-effiziente Bereitstellung von Bildung treiben Kinder in die Arbeit.

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2. Weltkinder-
kongress
gegen Kinderarbeit und für Bildung, 4.-8. September 2005, Neu Delhi, Indien

 

Oxfam
Deutschland:

Bildung jetzt!?

Die Globale Bildungskampagne Globale Aktionswoche für Bildung 25. - 29. April 2005

 

Care Deutschland

Weltweite Aktionswoche für Millenniumsziel "Bildung für alle"

Bildung und Armut: Hintergrundinfos

 

 

Globale Aktionswoche2005

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Faltblatt

 

Zusammenfassung des Global March Berichts über den 1. Weltkinderkongress gegen Kinderarbeit, (pdf, Dt. Version)

 

Children's World Congress on Child Labour, Narrative Report (pdf, English Version)

 

Florenz-Deklaration, Mai 2004 (dt. Version)


Children's Declaration, May 2004 (English Version)

 

 

Children's World Congress: Child labour far from being eradicated - education is the key - Pressemitteilung, ICFTU, 14.05.2004

   

 

 

 

 

 

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