Ziel der Globalen Aktionswoche 2005?
In Zukunft sollen alle Kinder der Welt eine Grundschulbildung erhalten
und die Zahl der erwachsenen Analphabet/innen weltweit deutlich reduziert
werden.
Der Schwerpunkt der Aktionswoche 2005 wird auf der Gleichstellung
der Geschlechter liegen und den Gründen dafür, warum Mädchen bei der
Grundbildung benachteiligt sind.
Die Globale Aktionswoche 2005 wird Teil einer größeren Aktion sein.Mit
dem „Global Call to Action Against Poverty“ rufen Nichtregierungsorganisationen
weltweit zum Handeln gegen die Armut auf. In Deutschland haben sich
die NRO unter dem Motto: „Weltweite Aktion gegen Armut“ zusammengeschlossen.
Sie wollen deutlich machen, dass 2005 eine historische Chance besteht,
die Armut weltweit nachhaltig zu bekämpfen.
Insbesondere zwei Ereignisse machen 2005 zu einem entscheidenden
Jahr in Sachen Armutsbekämpfung: Großbritannien hat als Gastgeber
des Gipfeltreffens der acht reichsten Länder (G8) angekündigt, die
Armutsbekämpfung ganz oben auf die Agenda zu setzen. Außerdem ziehen
die Vereinten Nationen in einer Sondersitzung im September eine erste
Bilanz über die auf dem Millenniumsgipfel beschlossenen Maßnahmen
zur Reduzierung der Armut.Informationsfaltblatt der Bildungskampagne.(...)
Infopaket
der Bildungskampagne mit einem Vorwort von Gesine Schwan (dt.
Version, pdf)
Faltblatt
der Bildungskampagne (dt. Version, pdf)
Zusammenfassung - Weltweite Aktionen
Ghana - Staatspräsident und Vizepräsident treffen mit Kindern
zusammen: In Ghana wurde die Aktionswoche durch den Vizepräsident
eröffnet. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Kinder und Minister
der Regierung teil. Die Eröffnungsveranstaltung fand symbolisch in
einer verarmten Fischerei-Region statt, wo zahlreiche Kinder nicht
zur Schule gehen. Die Politiker besuchten anschließend verschiedene
lokale Schulen. Den Höhepunkt der Aktionen bildete ein Treffen von
Kindern mit dem Staatspräsidenten am 29. April 2005.
Äthiopien - Studenten marschieren mit Schulkindern zum Parlamentsgebäude:
In Äthiopien marschierten Universitätsstudenten gemeinsam mit
Schulkindern zum Parlamentsgebäude in Addis Abeba, wo sie mit dem
Präsidenten zusammentrafen. Zur gleichen Zeit fanden Demonstrationsveranstaltungen
in anderen Regionen Äthiopiens statt.
Deutschland - Kinder treffen Vizepräsidentin des Bundestages:
Studenten trafen mit der Vizepräsidentin des Bundestages, Dr.
Susanne Kastner, vor dem Reichstag in Berlin zusammen. (mehr ...)
Dänemark - Entwicklungshilfeminister eröffnet Ausstellung: In
Dänemark konnten über 20.000 "Freundschaften" geschlossen werden.
Eine Ausstellung des weltbekannten Künstlers wurde am 26. April im
Rahmen der Aktionswoche vom dänischen Entwicklungshilfeminister eröffnet.
Es liefen gleichzeitig zahlreiche Aktionen in Schulen, bei denen dänische
Kinder über die Bildungssituation in der ganzen Welt lernten.
Kambodscha - Bunte Rally mit "Freunden": An einer bunten Rally
in Kambodscha nahmen ca. 2000 Kinder teil.
Uruguay: Der Bürgermeister von Montevideo hat die Aktionswoche
in Urugay eröffnet, indem er dafür eintrat, dass alle Kinder zur Schule
gehen sollten.
Indien: In Indien wurde ein Protest-Marathon veranstaltet,
der am 24. April 2005 um 11:30 Uhr an zahlreichen Orten in ganz Indien
gestartet wurde. 3000 Kinder - Schulkinder und solche, die von Bildung
ausgeschlossen sind - nahmen daran teil. Am Ende der Aktionswoche
- am 27./28. April 2005 - gingen einige Parlamentsabgeordnete "zurück
in die Schule".
Demokratische Republik Kongo: Der Vizepräsident eröffnete
die Aktionswoche in dem zentralafrikanischen Land. Kinder sprachen
mit dem Parlamentspräsidenten.
Senegal: Künstler, Kinder und lokale Politiker traten
am 29. April 2005 mit ihren Forderungen dem Staatspräsidenten
gegenüber. Die Künstler Youssou Ndour und Baba Maal nahmen
als Botschafter von UNICEF und UNDP an der Veranstaltung teil.
Weitere Aktionen in: Malawi, Vietnam, Haiti, Nigeria, Ägypten,
Gambia und Paris (UNESCO Hauptquartier) ...