Kinder weltweit fordern ihr Recht auf Bildung ein!
Untersttzen sie diese Forderung mir ihrer Unterschrift!
Eine Petitionskampagne des Europischen Netzwerks
von Global March gegen Kinderarbeit.
Die Kampagne bezieht sich auf die vor einem Jahr von
den Kindern und Jugendlichen auf dem 1. Weltkinderkongress gegen Kinderarbeit
in Florenz verfasste Kinder-Erklrung, mit der die Abschaffung von
Kinderarbeit und die Durchsetzung von Bildung fr alle gefordert wird.
"Bildung fr alle Kinder im Grundschulalter" ist sowohl ein anerkanntes
soziales Menschenrecht als auch ein dringendes Entwicklungsziel. Da
die UN Generalversammlung bei ihrer 60sten Sitzung im September 2005
die erste Zwischenbilanz ber die Millenniumsentwicklungsziele zieht,
wenden wir uns an Kofi Annan, um die Forderungen der Kinder nachdrcklich
zu untersttzen.
Download deutsche Version "Petition
an Kofi Annan"
Download englische Version "Petition
to Kofi Annan"
Petition an Kofi Annan
Sehr geehrter Herr Annan,
Im Mai 2004 fand der erste Weltkinderkongress gegen
Kinderarbeit in Florenz, Ita-lien, statt. Er bot zahlreichen ehemaligen
Kinderarbeiter und Jugendaktivisten die einmalige Chance, in vorderster
Reihe in eigenen Worten ihre Rechte als Kinder einzufordern.
Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Kinder whrend
des Kongress war die Kinder-Deklaration, welche die schnellst mgliche
Abschaffung der Kinderarbeit fordert. Kinderarbeit ist ein Problem,
wovon noch immer 246 Millionen Kinder weltweit betroffen sind. Global
March Against Child Labour setzt sich fr den konsequenten Kampf gegen
die Ausbeutung von Kindern einerseits und die ffentliche Bereitstellung
von Bildung fr alle andererseits ein. Wie in den Millenniumsentwicklungszielen
vorgesehen, muss diese Strategie eine Prioritt in der umfassenden
Bekmpfung von Armut sein.
In Bezug auf die Kinder-Deklaration und anlsslich der
60sten UN Vollversammlung im September 2005 - welche eine Zwischenbilanz
ber die Fortschritte bei der Durchsetzung der Millenniumsentwicklungsziele
ziehen wird - fordern wir Sie auf, die Internationalen Gemeinschaft
erneut auf ihre Verpflichtungen - konsequente Ma-nahmen gegen Kinderarbeit
zu ergreifen sowie kostenfreie und qualitativ gute Grundschulbildung
fr alle Kinder zugnglich zu machen - eindringlich hinzuweisen.
Wir fordern die Verpflichtung auf folgende Schwerpunkte:
- Die Entwicklung und Untersttzung von Programmen, welche die Beseitigung
der Ausbeutung von Kindern sowie die Implementierung der UN Kinderrechtskonven-tion
und der beiden Zusatzprotokolle, sowie der ILO Konvention 138 (Konvention
ber das Mindestalter zur Zulassung von Beschftigung) und ILO Konvention
182 (Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit wie Kinderhandel,
Kindersklaverei, Kinderprostitution, Zwangsrekrutierung von Kindern
in bewaffneten Konflikten, Einsatz von Kindern im Drogenhandel sowie
alle Formen von Arbeit, welche durch ihre Art oder die Umstnde,
in denen sie vollzogen werden, die Gesundheit, Sicherheit oder Moral
der Kinder beeintrchtigt) zum Ziel haben.
- Bercksichtigung des Dakar Rahmenaktionsprogramms zur Bereitstellung
von Bildung fr alle. Bildung muss als fundamentales und nicht verhandelbares
Recht sowie notwendige und nachhaltige Methode zur Armutsreduzierung
und dem Aufbau demokratischer Gesellschaften allgemein anerkannt
werden.
- Mehr als 0,1% des BSP sollten fr Entwicklungsfinanzierung zur
Verfgung ge-stellt werden und speziell die Durchsetzung allgemeiner
Grundschulbildung sowie Manahmen zur Strkung der Kinderrechte und
Beseitigung von Kinderarbeit un-tersttzen. Internationale Entwicklungsfinanzierung,
die fr Kinderprojekte vorge-sehen ist, sollte nicht mit Konditionen
oder nationalen Interessen verbunden sein und die Begnstigten direkt
erreichen.
- Gestaltung von Entwicklungsfinanzierung ohne politische oder konomische
Be-dingungen verbunden mit vorhersehbaren und zuverlssigen Zahlungen
durch die Geber, damit es den Entwicklungslndern mglich ist, zeitlich
gebundene, umfassende und sektorbezogene Aktionsplne zu Gunsten
von Kindern und Ju-gendlichen durchzufhren.
- Frderung der gemeinschaftlichen bernahme sozialer Verantwortung,
indem Normen erlassen werden, welche Unternehmen zwingen, die Menschenrechte
und die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung im gesamten Produktionsprozess
zu respektieren. In diesem Zusammenhang sind besonders die UN Menschen-rechtsnormen
fr Unternehmen wichtig, die sich auf das Verhalten von transnati-onale
Unternehmen und Konzernen beziehen. Die Partnerschaften fr Entwick-lung,
die von der Millenniumserklrung fr den privaten Sektor vorgesehen
sind, sollten mit diesem rechtlichen Rahmen bereinstimmen.