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Letztes Update: 03/12/04 |
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WILLKOMMEN BEI DER DEUTSCHEN SEKTION DES GLOBAL MARCH GEGEN KINDERARBEIT |
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Ausbildung statt Ausbeutung Schüler des Gymnasiums Burgstädt beim Weltkongress gegen Kinderarbeit Sie müssen stundenlang schwerste Arbeiten verrichten und dies zum Te Genau diese Fragen stellten sich auch Schüler des Gymnasiums Burgstädt und beschlossen, selbst für eine Besserung der Lage zu sorgen. Die engagiertesten unter ihnen bildeten eine Schülergruppe, die zusammen Ursachen, Folgen und Lösungen des Problems diskutiert. Bei der letzten Versammlung wurden gemeinsam 2 Kandidaten ausgewählt, die als deutsche Delegierte zum ersten „Weltkongress der Kinder gegen Kinderarbeit“ vom 10. – 13. Mai 2004 nach Florenz fliegen. Susann Rau und Florian Bauer, beide Schüler der 11. Klasse, dürfen nun als Delegierte nach Florenz fahren und ihr Land bei dem Weltkongress vertreten. „Das wird bestimmt total bewegend und beeindruckend”, hofft Susann. Ungefähr 100 Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, teilweise mit Schicksalserfahrungen als Kinderarbeiter, aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa und Nordamerika werden sich in Florenz im Palazzo dei Congressi über ihre Erfahrungen, Ideen und Forderungen an die Politiker zur Verbesserung der Lebenssituation von Millionen von Kindern austauschen. Die Delegierten der vertretenen Länder können unter anderem an Arbeitsgruppen teilnehmen, anwesende Politiker zur Rede stellen und ihre Stimmen für die anschließende Deklaration abgeben. Durch Gespräche mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen sollen Kommunikationsbrücken geschaffen werden, um den Gemeinschaftsgeist und das Solidaritätsgefühl zu stärken. Inwieweit wirksame Lösungen gefunden werden können, steht noch in den Sternen, doch zumindest bietet der Kongress den Kindern eine Plattform, ihre Forderungen an die Welt zu stellen. Auf diese Art und Weise sollen die internationale Gemeinschaft, Regierungen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen darauf aufmerksam gemacht werden, wie dringend die Umsetzung von Entwicklungs- und Kinderrechtszielen ist und dass ihre Aktionsprogramme abgestimmt sein müssen. Wen überrascht es da, dass die beiden Gymnasiasten schon jetzt aufgeregt sind. Die Vorbereitungen laufen bereits, zusammen arbeiten sie Vorträge und Präsentationen aus, um über alles informiert zu sein. Ihre Erfahrungen kommen ihnen da sehr zugute. So besucht Susann Rau zum Beispiel seit 2 Jahren die Arbeitsgemeinschaft IG "Eine Welt", in der sie sich viel mit Schicksalen von Menschen beschäftigt. Da sie eine der Jahrgangsstufensprecher der 11 ist, ist sie es gewohnt, sich für andere einzusetzen. Florian Bauer kann auf persönliche Erlebnisse zurückgreifen: Mit seiner Mutter besuchte er Rumänien und wurde dort mit der Lebenssituation rumänischer Straßenkinder konfrontiert. Diese Eindrücke beschäftigen ihn noch heute. „Ich habe mich auch schon immer für Politik interessiert und bin erleichtert und froh, dass ich zu dem Kongress fahren darf”, verrät er. Die 6 Kandidaten hatten sich vorher durch kleine Präsentationen auf die Wahl vorbereitet, um ihre Mitschüler davon zu überzeugen, dass sie für den Kongress geeignet sind. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, daran teilzunehmen, der sich die Sieger jedoch gewachsen fühlen: „Ich bin superglücklich, weil ich etwas bewegen und erreichen kann”, freut sich Susann. Für die Gruppe steht fest, dass diese auch nach den folgenden Wochen der Vorbereitung bestehen bleibt. Schließlich kann man gemeinsam mehr erreichen als allein. Die Reise wird die beiden Gymnasiasten sicher prägen, ihr Verständnis für Lebensrealitäten stärken und ein besseres Empfinden für Ungerechtigkeiten wecken. Caroline Baetge, Burgstädt, Schülerin 11. Klasse. |
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