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| Letztes Update: 03/12/04 |
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| WILLKOMMEN BEI DER DEUTSCHEN SEKTION DES GLOBAL MARCH GEGEN KINDERARBEIT |
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| Von Ausbeutung zur Ausbildung |
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| Unter Kinderarbeit verstehen wir jede Arbeit, die Kindern psychischen, physischen, sozialen und moralischen Schaden zufügt. Zwar ist nicht jede Art von Arbeit schädlich; manche Kinder verrichten auch einfache Tätigkeiten, welche man - auf kurze Sicht gesehen - akzeptieren kann. Allerdings, wenn diese Arbeit die Schulausbildung auf Dauer beeinträchtigt, oder in eine der oben genannten Kategorien fällt, muss man davon ausgehen, dass dieses Kind ein Opfer von Kinderarbeit ist. Jedoch greifen die Definitionen von Kinderarbeit oft viel zu kurz. Meistens wird Kinderarbeit nur über Aufzählungen der verschiedenen Arten von Arbeiten oder dem Vorhandensein der Kinder am Arbeitsplatz definiert. Dabei muss man Kinderarbeit nicht nur als ein Problem verstehen, dass bestimmte Kinder individuell betrifft, sondern auch als ein Problem, das tief greifende Folgen für die Gesellschaft mit sich bringt, sei es dauerhafte Armut, soziale Spannungen, Ungleichheit und unfaire wirtschaftliche und soziale Verhältnisse. Kindern, die in diesem Teufelskreis gefangen sind, werden ihre Grundrechte vorenthalten, nämlich ihr Recht auf Spielen, Freiheit, Lernen und weitere Grundrechte, die ihnen von Geburt oder durch die Verfassung garantiert sind. Die schlimmsten Formen von Kinderarbeit: Diese lassen sich durch zwei Arten unterscheiden:
Zusammen gibt es 179 Millionen Kinder, die in den allerschlimmsten Formen von Kinderarbeit beschäftigt sind, was sich auf Eines von Acht Kindern in dieser Welt beläuft. ILO: Nur wenige Menschenrechtsverletzungen werden so einstimmig
verurteilt, |
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| Sechs Irrtümer über Kinderarbeit |
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| Mythos 1: Kinder müssen aus Armut arbeiten Es ist richtig, dass Kinder manchmal wegen der Armut der Eltern arbeiten müssen, allerdings ist dies nicht der einzige Grund oder auch viel weniger ausschlaggebend, als manche annehmen. Armut wird of als eine Entschuldigung für das Vorhandensein von Kinderarbeit benutzt, während Millionen von Kindern in lebensgefährlichen und unakzeptierbaren Formen von Kinderarbeit ausgebeutet werden. Es ist ein gebräuchlicher Mythos, dass Kinderarbeit niemals ausgerottet werden kann, solange man die Armut nicht in den Griff bekommen hat. Dagegen haben aktuelle Untersuchungen die Frage aufgeworfen, ob die Armut wirklich der Hauptgrund für Kinderarbeit ist, oder ob nicht andere Faktoren, wie beispielsweise das Versagen von Bildungssystemen ebenso Schuld tragen am Übel der Kinderarbeit. Es ist zudem auch eine weitläufig unbekannte Tatsache, dass Kinderarbeit selbst eine Ursache für Armut darstellt. Wenn Kinder nämlich schon in einem sehr jungen Alter mit dem Arbeiten anfangen, werden sie wohl zu Analphabeten und zu Schlechtausgebildeten werden und darüber hinaus Unfähig sein, ihre Ansprüche auf gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen geltend zu machen. Während sie unzählige Stunden arbeiten müssen, verbrauchen sie ihre gesamte Energie und schädigen massiv ihre Gesundheit. Und so geht der Kreislauf von Ausbeutung und Armut ewig weiter. Länder mit verhältnismäßig ähnlichen Verhältnissen von Armut oder Wohlstand haben oft sehr unterschiedliche Höhen von Kinderarbeit. Dagegen kann ein Land, das viel reicher ist als sein Nachbar, eine ziemlich ähnliche Zahl von Kinderarbeit haben. (Weltbank 2002). Mythos 2: Wir brauchen die Kraft der Kinder um das Familieneinkommen zu erhöhen Sobald das Thema der Auslöschung von Kinderarbeit aufgeworfen wird, wird sofort die Frage aufgeworfen, „Aber wie sollen denn die armen Familien überleben, ohne das zusätzliche Einkommen der Kinder?“ Ja, einige Familien haben wohl zuerst Schwierigkeiten das wegfallende Einkommen der Kinder auszugleichen, jedoch wird das Entfernen der Kinder vom Arbeitsplatz später weniger Probleme schaffen, als man zuerst annehmen könnte. Die Löhne der Kinder steuern üblicherweise nur recht wenig zum Einkommen der Familien bei. Und eine große Zahl von Kinderarbeitern kommt aus Haushalten, wo die Eltern arbeitslos oder nur geringfügigen Beschäftigungen nachgehen, während die Fabrikbesitzer den Kindern als billigeren Arbeitskräften den Vorzug geben. Außerdem ist es genau das hohe Angebot von Kindern auf dem Arbeitsmarkt, die die Löhne der Erwachsenen nach Unten drücken, was deren Kaufkraft nachhaltig reduziert und sie in großem Ausmaß von Arbeitslosigkeit betroffen macht. Im Jahr 2003 erklärte die ILO, dass die Unfähigkeit der Arbeiter sich zu organisieren, zu der auch das Angebot von Kinderarbeit beiträgt, ein Faktor in der Spirale der Arbeitslosigkeitsrate ist. Auf einem Fragebogen, der in Indien an Unternehmen mit einem mutmaßlich hohen Anteil von Kinderarbeit verteilt wurde, erklärten 80 Prozent aller Arbeitgeber, dass „niedrigere Arbeitskosten/Löhne“ und die Möglichkeit, von den Kindern „mehr Arbeitsoutput herauszuholen“ als Hauptgründe für die Beschäftigung von Kindern. Auf der anderen Seite gibt es schätzungsweise 180 Millionen Menschen auf der Welt, die offiziell als Arbeitslos gemeldet sind (zusammen mit vielem weiteren Millionen, die nicht formell anerkannt sind), während auf der anderen Seite rund 246 Millionen Kinder beschäftigt werden. Eine einfache Rechnung würde die wirtschaftliche Wohlfahrt aufzeigen, wenn man die Kinder auf ihren Arbeitsplätzen gegen Erwachsene austauscht. Mythos 3: Kinder sind für manche Arbeiten besser geeignet als Erwachsene Ein alter Irrglaube ist, dass Kinder für manche Tätigkeiten besser geeignet sind als Erwachsene. Dies wird beispielsweise für den Gebrauch von Kinderarbeitern in der Teppichindustrie als eine lahme Entschuldigung verwendet, weil die „beweglicheren Finger“ von Kindern es möglich machen sollen, kleinere und straffere Knoten zu knüpfen. Eine Reihe von Untersuchungen widerlegen die These, dass es Kinderarbeit gibt, weil Kinder für bestimmte Tätigkeiten den Erwachsenen überlegene Fähigkeiten besitzen. Eine Studie über die indische Teppichindustrie fand heraus, dass Kinder dort nicht mehr Teppiche mit komplizierteren Mustern weben, als Erwachsene. Mythos 4: Kinderarbeit ist notwendig für die Entwicklung von armen Ländern Es gibt keinen Beweis, der die Theorie unterstützt, dass Kinder solange für eine gedeihende Wirtschaft arbeiten müssen, bis wirtschaftliches Wachstum und technologischer Fortschritt sie überflüssig machen. Rückblickend gesehen, wurden Länder, die durch eine Durchsetzung der Schulpflicht die Kinderarbeit abschafften, später mit einer wesentlich besseren Entwicklung belohnt, als die Länder die das Problem ignorierten. Kinderarbeit stellt einen Rückschritt durch Unterinvestition in die Zukunft einer Nation dar. Kostenlose und qualitative Ausbildung hat sich in der Geschichte als der Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum erwiesen. Wenn die Kinder den ganzen Tag arbeiten müssen, wie sollen sie dann eine Schulausbildung absolvieren? Jedem Kind, das Arbeiten muss, wird gleichzeitig sein Grundrecht auf Bildung verweigert. Eine Menge von Forschungen haben die Zusammenhänge zwischen der Reduzierung von Kinderarbeit, der Schulpflicht und wirtschaftlichem Wachstum in Westeuropa und Amerika aufgezeigt. Das staatliche Schulwesen und sein Ausbau half die Kinderarbeit zu reduzieren und wurde zu einem wesentlichen Element für raschen wirtschaftlichen Fortschritt. Ebenso gibt es eine erkennbare Verbindung zwischen einer besseren Ausbildung und dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg von vielen Ländern in Ostasien. Die Weltbank schätzte in einer Studie aus dem Jahr 2002, dass die Länder in Südostasien und Afrika eine deutlich bessere Wachstumsrate von 3 Prozent im Jahr (im Gegensatz zu den aktuellen 1,8 Prozent) hätten erzielen können, wenn sie die Zahl der eingeschriebenen Schüler und Studenten gesteigert hätten. Mythos 5: Kinderarbeit ist eine guter Teil der Erziehung Millionen von Kinderarbeitern werden durch ihre tage- und nächtelange Arbeit ihrer kostbaren Lebenszeit beraubt und die Möglichkeit genommen, sich körperlich und geistig zu entwickeln. In der Schule lernen die Kinder nicht nur das Können für einen zukünftigen Beruf, sondern auch sich zu sozialisieren und sich an die Menschen in ihrem sozialen Umfeld zu gewöhnen. Bildung befähigt sie auch, selber ihre Grundrechte zu kennen und ihr eigenes Potential zu verwirklichen. Eine neue Studie hat gezeigt, dass Erwachsene, die als Kinder in einer Fabrik gearbeitet haben, später weniger produktiv sind als diejenigen, die bis zum Erwachsenenalter nicht mit dem Arbeiten angefangen haben. Damit ist die These widerlegt, dass Kinder von der frühen Ausbildung als Kinderarbeiter im späteren Leben einen Vorteil haben. Mythos 6: Kinder haben ein Recht auf eine anständige Arbeit Das „Recht des Kindes auf Arbeit“ zu schützen und daher eine Notwendigkeit der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen herzuleiten, wird in letzter Zeit von einigen Gruppen vertreten. Dieser Ansatz ist jedoch eine Verletzung der Bestimmungen in den bereits international vereinbarten Konventionen zum Schutz der Kinder. Die Rechte der Kinder sind nicht verhandelbar und werden von allen Kindern zu gleichen Teilen getragen, gleichgültig ihrer ökonomischen, sozialen und biologischen Herkunft. Eine gelegentliche Notwendigkeit zu Arbeiten wegen einer finanziellen Notlage oder aus anderen Gründen schafft keineswegs ein neues „Recht der Kinder auf Arbeit“. Man versäumt dabei, ihre Rechte auf Ausbildung, auf Spielen und auf ihre Gesundheit zu schützen und die Kinder vor wirtschaftlicher Ausbeutung zu bewahren. Drängt man junge Kinder, für ihr eigenes Überleben zu arbeiten, ist dies eine Zurückweisung ihrer Fundamentalrechte. „Wir wollen eine Welt, wo für alle Kinder dasselbe gilt. Ich habe gehört, dass einige Leute über das „Recht der Kinder auf Arbeit“ sprechen. Ich verstehe nicht, wie sich diese Menschen Gedanken machen können, über die Gefühle der Kinder. Sind sie auch bereit, ihre eigenen Kinder zur Arbeit zu schicken? Wer gab diesen Leuten eigentlich das Recht, die Anliegen der Kinder zu ihrem eigenen Anliegen zu machen Govind, ein früherer Kinderarbeiter aus Nepal. Er arbeitet nun als ein Aktivist bei einer Organisation in Indien. |
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| Ausbildung für alle Kinder. |
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| 104 Millionen Kinder im Grundschulalter sind in keiner Schule. (Quelle: EFA Global Monitoring Report 2003/04) Kostenlose und qualitative elementare Ausbildung für alle Kinder ist der Schlüssel um die Kinderarbeit zu beenden und das Problem an der Wurzel zu packen. Elementare Bildung schließt Grundschule und weiterführende Schulbildung ein, die vom Staat für alle Kinder getragen wird Um die Kinderarbeit wirklich zu beenden, sollte die Ausbildung so aussehen: G L E I C H - Alle Kinder, unabhängig von Geschlecht, Rasse und Religion sollen den gleichen Zutritt zu einer Ausbildung bekommen. Unglücklicherweise sind die Hälfte aller Kinder, die nicht zur Schule gehen, Mädchen. Die Mädchen bleiben zu Hause, während ihre Brüder den Vorzug beim Besuch einer Schule erhalten. Einige Kinder aus ethnischen Minderheiten werden in den Schulen benachteiligt, in dem man sie irrelevante Fächer lehrt oder nicht in ihrer Muttersprache. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind 65 Millionen Mädchen immer noch nicht in der Schule. Wenn sie in die Schule kommen, dann sind Mädchen fast zweimal so häufig müde und erschöpft von der Last der Hausarbeit, was so weit geht, dass eine kontinuierliche Teilnahme am Unterricht unmöglich gemacht wird. Dies führt zu höheren Schulabbrecherquoten. Zwei Drittel der Schüler, die aus der Schule ausscheiden, bevor sie ihren Grundschulabschluss vollendet haben, sind Mädchen. K O S T E N L O S – Bildung muss frei von Kosten und Gebühren sein. In allererster Linie muss das Schulgeld abgeschafft werden, da Gebühren die Ausbildung für die ärmsten Familien unerschwinglich macht. Zum Beispiel bezahlen die Ärmsten der Armen in Nepal 40 Prozent ihres Einkommens für Schulgebühren. Kostenlose Ausbildung bedeutet nicht nur eine Absage an Schulgebühren, sondern auch die unentgeltliche Bereitstellung von Lehrbüchern, Schuluniformen, Schulspeisung und anderen notwendigen Materialien. Für die ärmsten Familien sind selbst diese Kosten finanziell nicht aufzubringen. In Malawi, sprang die Zahl der Grundschüler auf erstaunliche 50 Prozent, von 1,9 Mio. auf 3,0 Mio. (1995/96) an, nachdem man Schulbildung kostenfrei gemacht hat. Und, die Zahl der Einschreibungen stieg in Tansania um 1,6 Millionen an, nachdem das Schulgeld abgeschafft wurde. V O N G U T E R Q U A L I T Ä T - Die Qualität von Schulen ist ebenso wichtig wie ihre Zahl, wenn nicht mehr. Die Fächer sollten sich an den Bedürfnissen der Schüler und an ihren Interessen orientieren, damit die Kinder im späteren Leben ihr volles Potential ausschöpfen können. Lehrer müssen gut ausgebildet sein und gerecht bezahlt werden, in realistischer Anlehnung an die Lohnverhältnisse des Landes. Eine Grundausstattung muss bereitgestellt werden, bestehend aus Schulgebäuden, sanitären Einrichtungen, Elektrizität und Tafel. Die Schulen müssen für die Kinder von ihren Heimatorten gut zu erreichen sein oder Schulbusse bereitgestellt werden. Die Eltern weigern sich nämlich manchmal, die Mädchen zu Fuß in die meilenweit von zu Hause entfernte Schule zu schicken. Eine kürzlich veröffentlichte Studie über das Bildungssystem in der Sub-Sahara fand heraus, dass 60 Prozent der Kinder, die die Schule beenden (einschließlich aller frühzeitigen Schulabbrecher), Analphabeten geworden sind. Es ist dann kein Wunder, wenn arme Familien nur widerwillig ihre knappen Mittel für eine Ausbildung ausgeben, die ihren Kindern nicht einmal Kenntnisse in Lesen und Schreiben einbringt. Schulbildung muss als fundamentales Recht gesehen werden, nicht als ein Privileg oder Wohlfahrtsmaßname des Staates. Jedes Land muss den gesetzlichen Rahmen schaffen, um ein funktionierendes Bildungssystem für die Kinder bereitzustellen. Solch eine Gesetzgebung wird den Staat zu einer größeren Verantwortung verpflichten, um ein formales Schulwesen zu schaffen und die notwendigen Ressourcen angemessen zu verteilen. Um die Lücken der versagenden Bildung zu füllen, haben sich viele Nichtregierungsorganisationen und Wohlfahrtsgruppen für die Schulbildung stark gemacht. Jedoch können improvisierte, unterstützende Einrichtungen keinen Ersatz für ein geregeltes Schulwesen darstellen, dass aus einem Gefühl der Verantwortung durch die Regierung getragen wird. |
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| "Kinder in Not sind Kinder,
die nicht länger warten können." |
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| Von Ausbeutung zur Ausbildung So erreichen wir die Beseitigung der Kinderarbeit und Ausbildung für Alle“ durch eine wirksame Reduzierung der Armut. |
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| Das teuflische Dreieck Drei Hauptprobleme, die die Zukunft unserer Kinder bestimmen sind die Beendigung der Kinderarbeit, die Verwirklichung von „Ausbildung für Alle und die Bekämpfung der Armut. |
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| Kinderarbeit 246 Millionen Kinder auf der Welt sind erwerbstätig und von ihnen sind 179 Mio. von den allerschlimmsten Formen der Kinderarbeit betroffen (ILO), die ihre Gesundheit, ihre Psyche und ihr Aufwachsen gefährden. Viele von diesen arbeitenden Kindern findet man in den Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. |
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| Solange die Kinder arbeiten und keine Chance drauf haben, sich physisch und sozial zu ihrem vollen Potential zu entfalten, wird der Teufelskreis der Armut niemals enden |
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| Auf dem Grundrecht auf Ausbildung klebt leider oft ein Preisschild. Die Schule ist für Millionen von Kindern nicht kostenlos und unerschwinglich und damit ein vergebener Traum. Einige Mädchen müssen sogar arbeiten um das Schulgeld für ihre Brüder zu verdienen. |
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| Armut Es gibt 1,2 Mrd. Menschen auf der Welt, die unterhalb der Armutsgrenze von einem US $ pro Tag, leben. Drei Mrd. Menschen leben von weniger als zwei US $ pro Tag, was der Hälfte der Bevölkerung der Erde entspricht. 97 Prozent der Armen dieser Welt leben in Entwicklungsländern und davon rechnen alleine die Länder der Sub-Sahara in Afrika und Südasien für mehr als zwei Drittel der armen Menschen dieser Erde. |
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| Fehlen an elementarer Bildung und Analphabetismus 104 Mio. Kinder im Grundschulalter gehen nicht zur Schule. Weitere 150 Mio. Kinder verlassen die Schule, bevor sie Lesen und Schreiben können. 60 Prozent von diesen Kindern sind Mädchen. 97 Prozent von diesen Kindern findet man in den Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. |
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| Kindern, denen ihr Recht auf Bildung verwehrt wird, wachsen auf, um ungebildete, erwachsene Analphabeten zu werden, ausgeschlossen von jeder Möglichkeit eines sozialen Aufstieges. |
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| In den armen Ländern sind die Auswirkungen von Armut und Arbeitslosigkeit dramatisch. Das allerwichtigste Recht des Kindes auf Überleben kann durch die Arbeitslosigkeit der Eltern bedroht werden. Neben dem schlimmen Erleiden von wirtschaftlicher Härte zerfallen oft die Familien. Vermehrte Kinderarbeit, steigende Schulabbrecherraten und sogar Jugendkriminalität ist die Folge. Diese Zusammenhänge werden meist nur unvollständig in den Konzepten im Kampf gegen die Armut verfolgt. Der Bildungssektor hat ein großes Potential um zur Verhinderung und Bekämpfung von Kinderarbeit beizutragen. Dazu kann der Bildungssektor auch besondere Maßnahmen bereitstellen, um Kindern, die aus den schlimmsten Verhältnissen und Tätigkeiten befreit werden, wieder in die Schule einzubinden. Trotzdem werden Strategien, die sich auf das Erziehungssystem allein beziehen, ohne auf das wirtschaftliche Umfeld der Haushalte und auf die Lage am Arbeitsmarkt zu blicken, auf lange Sicht unwirksam sein, um die Kinderarbeit zu reduzieren und das Ziel der „Bildung für Alle“ zu verwirklichen. Lasst uns Strategien und Taten zusammenbringen für eine einheitliche Lösung von Kinderarbeit, Analphabetismus und Armut
Ein multidimensionaler Ansatz, der aus der Schaffung von Aufmerksamkeit und Betroffenheit, aus Gesellschaftsbeteiligung, aus sozioökonomischer Rehabilitation und der Durchsetzung von nationalen und internationalen Gesetzesinstrumentarien zum Wohle der Kinder besteht, ist nötig, um das Ziel der Beseitigung der Kinderarbeit in Einklang mit den ganzheitlichen Armutsreduzierungs- und Bildungskonzepten zu setzen. Es bedarf einer Zusammenarbeit im Entwurf und in der Planung von Strategien, die diese drei lebenswichtigen Themen ansprechen und die die Leben von Millionen von Kindern zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung verbessern. Es muss darüber hinaus auch eine viel bessere Kooperation zwischen den Konzeptplanern, Kindern und den Gruppen, die im Namen der Kinder arbeiten, geben. |
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